Gewaltradar Österreich

Was ist Gewaltradar?

Gewaltradar ist ein unabhängiges Projekt zur Sichtbarmachung von Gewaltkriminalität in Österreich. Erstmals zentral an einem Ort – als Web App für jeden zugänglich, filterbar und vergleichbar. 

Das Sicherheitsgefühl der Österreicher wird schlechter. Alles nur Einbildung und aufgebauscht? Machen Sie sich selbst ein Bild.

Woher kommen die Fälle?

Wir zeigen, was wir finden – übersichtlich und vergleichbar. Aktuell erfassen wir alle Presseaussendungen der Landespolizeidirektionen. Eine Medienanalyse zur Ersterfassung wäre möglich – die Polizeidaten liefern aktuell den besseren Überblick. Manche LPDs berichten weniger detailliert als andere. Die Dunkelziffer bleibt naturgemäß unsichtbar.

Welche Fälle zeigen wir?

Gewaltradar zeigt Gewaltkriminalität gegen Menschen. Wir erfassen jeden Fall in einer von sechs Kategorien, nach Schwere gereiht: Mord, Sexuelle Gewalt, Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Sonstige Gewalt. Bei mehreren Delikten zählt immer das schwerste. Die Kategorien sind unsere redaktionelle Einordnung, um die Meldungen österreichweit vergleichbar zu machen. Die Polizei schreibt für die Öffentlichkeit – Delikte werden je nach LPD unterschiedlich formuliert.

Wir unterscheiden drei Waffenkategorien: Schusswaffe, Messer und Sonstige Waffe. Unter „Sonstige Waffe" fällt alles, was als Waffe eingesetzt wird und keiner anderen Kategorie zuzuordnen ist. Bei Schusswaffen erfassen wir bewusst auch Gas-, Schreckschuss- und Waffenattrappen – anders als etwa ein Ast von einem Messer ist eine Attrappe im Moment des Überfalls von einer echten Schusswaffe nicht zu unterscheiden.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Die Fälle hier geben den Stand polizeilicher Ermittlungen wieder – keine Urteile. Genannte Tatverdächtige gelten als unschuldig, bis ihre Schuld rechtskräftig festgestellt ist. Wir veröffentlichen keine Namen oder direkt identifizierenden Daten. Wir zeigen Vorfälle ab dem Zeitpunkt, an dem sie passieren – nicht erst, wenn ein Urteil vorliegt. Ein durch einen Messerstich Schwerverletzter ist eine Realität, ob der Täter je verurteilt wird oder nicht. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Nachvollziehbarkeit

Die Presseaussendungen der LPDs sind nur rund sieben Tage online. Jede Meldung ist über eine eindeutige Kennung (GUID) nachvollziehbar – die Originaltexte sind intern archiviert. Wir geben sie nicht öffentlich wieder, um das Urheberrecht der Polizei zu wahren.

Keine Gewähr

Wir arbeiten sorgfältig, können Vollständigkeit aber nicht garantieren. Ist eine Meldung einmal draußen, ist sie bei uns drin. In seltenen Fällen versenden LPDs dieselbe Meldung doppelt – wir arbeiten an einem automatischen Abgleich. Folgemeldungen werden als „Update" gekennzeichnet und im Zähler nicht doppelt gewertet. Hinweise auf Fehler nehmen wir gerne entgegen und korrigieren sie.

Seit wann sammeln wir Daten?

Wir haben von Juni bis Ende Oktober 2025 zunächst nur Fälle aus Wien erfasst. Seit Ende Februar 2026 dokumentieren wir durchgehend ganz Österreich. Alle Fälle bleiben dauerhaft im Archiv abrufbar.

Wohin wir wollen

Gewaltradar soll ausgebaut werden. Geplante Erweiterungen:

  • Medienabgleich – Zu jedem Fall soll sichtbar werden, welche Medien darüber berichtet haben und wie prominent.
  • Politik – Welche Politiker und Parteien äußern sich via Pressemeldung oder Social Media zu einem Fall.
  • Heatmaps – Kartografische Darstellungen für regionale Schwerpunkte.
  • Reports – Regelmäßige Auswertungen zu Entwicklungen, Trends und Zeitverläufen.

Kann man Gewaltradar unterstützen?

Wenn Sie sich Gedanken zur Gewaltkriminalität in Österreich machen, unterstützen Sie uns gerne – eine Investition in mehr Sicherheit. Natürlich entscheidet eine Monetarisierung darüber, ob sich das Projekt langfristig entwickelt oder so dahinläuft wie es ist. Das Ziel ist, die Unabhängigkeit zu wahren und dennoch Spielraum für Aufbau, Technik, Infrastruktur und Rechtsberatung zu haben. [PayPal-Link]

Gewaltradar ist keine Kritik an der Polizei – im Gegenteil. Wir unterstützen ihre Arbeit und sind dankbar für das, was sie täglich leistet.